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UNSER BUCHTIPP:
 
 

Das Orakel von Delphi
(die "Mutter aller Orakel")

Eigentlich galt der Kult in Delphi dem Apollon bzw. der Verehrung der Erdgöttin Gaia, worauf es auch zurückzuführen ist, dass Apollon nicht durch einen Priester, sondern durch die - auf einem Dreifuß über einer Erdspalte sitzende - Pythia sprach, nachdem sie durch die aufsteigenden Dämpfe in Trance versetzt wurde.

So funktionierte das Orakel von Delphi:

Anfänglich sprach das Orakel nur einmal jährlich - am Geburtstag des Apollon, später jeweils am 7. Tag jedes Sommermonats. Aber nur wenn es ein Zeichen gab, bekam der Ratsuchende auch einen Orakelspruch:

Für dieses Omen wurde eine junge Ziege mit Eiswasser besprengt. Zuckte sie nicht, gab es keinen Orakelspruch und der Frager musste einen Monat warten, bevor er das Orakel wieder befragen konnte. Zuckte das Tier jedoch zusammen, wurde es geopfert und das Orakel konnte befragt werden. Zwei Priester begleiteten die Pythia zur kultischen Reinigung in der heiligen Quelle Kastalia. Aus einer anderen Quelle namens Kassiotis trank die Pythia heiliges Wasser bevor sie in den Tempel des Apollon ging und dort am Altar der Hestia Platz nahm. Die hier aus einer Erdspalte aufsteigenden berauschenden Dämpfe versetzten die Pythia in einen tranceähnlichen Zustand und ließen sie ihre Weissagungen machen.

Die reicheren Frager konnten wohl mit der Pythia sprechen; sie erhielten dann zwar ausführliche, oft aber auch um so rätselhaftere Antworten.

Ob diese Orakelsprüche von Pythia direkt oder von den Priestern ausgesprochen wurden und ob sie unter Einbeziehung von zuvor durch Dritte zugetragene Informationen modifiziert wurden ist nicht wirklich belegbar.

Die nicht so begüterten Ratsuchenden wurden mit einem so genannten Binärorakel abgespeist, d.h. sie durften nur Fragen stellen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden konnten, wozu die Pythia aus einem Behältnis mit schwarzen und weißen Bohnen eine entnahm - eine weiße bedeutete "Ja" eine schwarze "Nein".

STECKBRIEF:
Erscheinungsjahr:
ab dem 8. Jahrhundert v.Chr. (bis Ende des 4. Jahrhunderts n.Chr.)
Zielgruppe:
Alle Ratsuchenden
Kurzbeschreibung:
Befragung einer Priesterin, die direkt oder indirekt antwortet; in verschlüsselten Aussagen oder mit "Ja" oder "Nein"
Frage-/Antwort-Typ:
Entweder mehr oder weniger rätselhafte Orakelsprüche, die der Deutung bedürfen, oder einfaches Ja-Nein-Orakel?
Schlagworte:
Orakel, Delphi, Antike, Apollon, Pythia, Orakelspruch
Orakel kann gespielt werden:
Nicht mehr ...
Online-Orakel/Website:
Nein

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